HyperréalismeS USA - 1965-75
Gerard Gasiorowski, Franz Gertsch, Jean-Olivier Hucleux, Gerhard Richter

Richard Artschwager, Robert Bechtle, Charles Bell, Tom Blackwell,
Vija Celmins, Chuck Close, Robert Cottingham, George Deem, Don Eddy, Richard Estes, Audrey Flack, Ralph Goings, Maxwell Hendler,
David Kessler, Richard McLean, Malcolm Morley, Joseph Raffael,
John Salt, Ben Schonzeit

Musée d'Art Moderne et Contemporain de Strasbourg
(Modernes und zeitgenössisches Museum Straßburg)

27. Juni / 5. Oktober 2003

Die Strassburger Museen

Leiter der Museen :
Fabrice Hergott
fhergott@cus-strasbourg.net

Hauptverwalter des Musée d'Art Moderne et Contemporain :
Emmanuel Guigon
eguigon@cus-strasbourg.net

Austellungskommissare :

Jean-Claude Lebensztejn

Patrick Javault
pjavault@cus-strasbourg.net

Musée d'Art Moderne et Contemporain
1, place Hans Jean Arp
F-67000 Strasbourg

Tel. : 0033 (0)3.88.23.31.31

Öffnungszeiten : täglich
11.00 - 19.00 Uhr
Donnerstags 12.00 -22.00 Uhr
Sonntags 10.00 - 18.00 Uhr
Montags geschlossen

Kommunikationsabteilung
Marie Ollier
Vanessa Matifat
Cathy Letard

mollier@cus-strasbourg.net
vmatifat@cus-strasbourg.net
cletard@cus-strasbourg.net

2 place du Château
F-67000 Strasbourg

Tel. : 0033 (0)3 88 52 50 15
Fax : 0033 (0)3 88 52 50 42
www.musees-strasbourg.org

Hyperrealismes – USA, 1965-1975 ist zweifelsohne die erste Ausstellung, die historisch und in ihrem gesamten Umfang ein künstlerisches Phänomen ins Auge fasst, dass zu Beginn der siebziger Jahre die Kunstszene beherrschte.

Insgesamt siebzig Bilder und Skulpturen ihrer bedeutendsten Figuren – Malcolm Morley, Chuck Close, Richard Estes und viele andere — die nur selten oder noch nie in Europa gezeigt wurden, veranschaulichen die Vielschichtigkeit und die Verschiedenheiten des Hyperrealismus (daher die Pluralform in unserem französischen Titel). Das Jahrzehnt seines Vorscheins, seines Höhepunktes und letztlich seines Niedergangs verdient eine weitläufige Neubewertung.

Lange als rückschrittliches Phänomen letzthin betrachtet, werden mit dem Hyperrealismus die Vorbilder der künstlerischen Modernität, die ihn mit einer gewissen Anzahl von zeitgenössischen Phänomenen verbinden (Minimal Art, Conceptual Art, usw.), mit zahlreichen Verzweigungen und Paradoxen : provozierende Rolle, die der Kopie zugewiesen wird, Reduzierung der visuellen Darstellung (Bilder von Bildern), aktive Überlegung über die Bedeutung des Motivs, der Photographie, der handwerklichen Reproduktion einer mechanischen Produktion und noch viele weitere Aspekte, radikal in Frage gestellt.

Ein Saal, ganz der heutigen Produktion der geladenen Künstlern gewidmet, gibt einen Überblick ihrer oft auseinandergehenden jedoch immer logischen Entwicklung wieder und offenbart noch etwas mehr die Vielseitigkeit einer Bewegung, die man zuweilen auf eine gekünstelte Identität beschränkt.

Ein Filmprogramm begleitet die Ausstellung und wirft neue Fragen auf, die jeder für sich selbst beantworten kann.

Ein Katalog mit grundlegenden Studien und langen unveröffentlichten Gesprächen mit mehreren Künstlern (Morley, Close, Raffael, Schonzeit, Eddy et Estes), gibt das Ausmaß eines Phänomens, das drei Jahrzehnte später endlich mit neuer Anschauung überdacht werden sollte. Wie es bei jeder Studie und bei jeder Ausstellung der Fall ist, macht ’’Hyperréalismes – USA, 1965-1975’’ offenkundig, jedoch entschiedener und ausdrücklicher, dass nichts geboten ist und die Kunst ständig neu geschrieben wird. Dieser Katalog wird Texte von Jean-Claude Lebensztejn, Richard Shiff, Akira Lippit, Fabrice Hergott und Patrick Javault beinhalten.

Jean-Claude Lebensztejn ist Kuntshistoriker und ehemaliger Professor an der Uni Paris I. Er hat über Malcolm Morley, Pontormo, Seurat, Cézanne und die Katzenmusik geschrieben.