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Die Ausstellung ist die erste einer Reihe von Veranstaltungen, die sich aus der Sicht unterschiedlicher Fachbereiche mit dem Thema Tod und Totenkult im Elsass befassen. In den letzten 30 Jahren führten verschiedene Einrichtungen in der gesamten Region zahlreiche Ausgrabungen durch: zunächst die Denkmalpflege (Service Régional de l’Archéologie), seit etwa 15 Jahren das Französische Institut für präventive archäologische Forschung (INRAP) sowie in jüngster Zeit auch das Archäologische Zentrum der Rheindepartements (PAIR). Die in diesem Zusammenhang gemachten Funde lieferten der einschlägigen archäologischen Forschung viele Informationen, ferner wurde die Untersuchung der Bestattungsriten und -praktiken in Altertum und Mittelalter dank neuer anthropologischer Erkenntnisse auf dem Gebiet der Bestattungskultur neu ausgerichtet. Die Ausstellung verlässt den eigentlichen Zeitrahmen des Archäologischen Museums und beteiligt mehrere andere Straßburger Museen. Das Elsässische Museum, das Museum für Stadtgeschichte und das Kunstgewerbemuseum werden Exponate zur Verfügung stellen und genau wie das Frauenhausmuseum, das Museum für Bildende Kunst, das Historische Museum in ihren Sammlungen Rundgänge zum Ausstellungsthema anbieten.

Ebenfalls mit dem Tod befasst sich in Verlängerung der Schau des Archäologischen Museums eine Ausstellung des Archivs der Stadt und der Stadtgemeinschaft Straßburg (32, route du Rhin, 19. Januar bis 20. Juni 2009). Der den Akzent liegt dabei jedoch auf Straßburg und seiner näheren Umgebung. Der erste Schwerpunkt des aus mehreren Abschnitten bestehenden Rundgangs ist der Vorbereitung auf den Tod und dessen Eintreten durch Gebete und die Unterstützung von Bruderschaften gewidmet. Häufige Todesursachen waren Epidemien, Krankheiten, Kriege, Hinrichtungen. Der zweite Schwerpunkt befasst sich mit den Todesriten der Hinterbliebenen: Bedeutung von Bestattungszeremonien, die den Armen ebenso wie den Reichen und Bedeutenden bei der Überwindung des Trennungsschmerzes helfen sollten. Kodifizierung der Trauer: Trauerfeiern wurden auch von Bestattungsunternehmen ausgerichtet, die sich streng an die bestehenden Vorschriften hielten; Beisetzungen fanden an dafür vorgesehenen Orten wie Kirchen und Friedhöfen statt und wurden von spezialisiertem Personal abgewickelt Der dritte Schwerpunkt der Ausstellung hat das Totengedenken zum Inhalt: Todestage, Bilder, Fotografien, Grabmale usw. All diese Praktiken verdeutlichen, dass der Tod im Grunde eine Sache der Lebenden ist. Eine bedeutende Rolle spielte das Thema Tod von jeher in musikalischen und literarischen Werken; sie verdeutlichen den Einfluss der Religion und sind von den verschiedenen künstlerischen Strömungen geprägt. Das mit Tod und Sterben zusammenhängende Brauchtum wurde mal in feierlichen, mal in einfachen Worten in vielen persönlichen und offiziellen Dokumenten beschrieben. Die Ausstellung zeigt eine Auswahl dieser Zeugnisse.
Die Gesellschaft für Erhaltung der geschichtlichen Denkmäler im Elsass (Société pour la Conservation des Monuments Historiques d’Alsace). Die 1855 als regionale wissenschaftliche gegründete Gesellschaft beteiligt sich an diesen Ausstellungen mit einer Website, auf der mittelalterliche und moderne Grabmäler aus der Region vorgestellt werden. Die Datenbank geht im ersten Quartal 2008 online und wird regelmäßig mit den neusten Ergebnissen der laufenden Forschung ergänzt: www.monuments-alsace.com

Im Rahmen einer Partnerschaft mit dem Bestattungsamt und dem Archiv der Stadt und Stadtgemeinschaft Straßburg wird eine Reihe von Broschüren für die Besichtigung der Straßburger Friedhöfe aufgelegt. Sie enthalten jeweils einen Entdeckungsrundgang und liefern Hintergrundinformationen über die Grabstätten von historischen Persönlichkeiten sowie über architektonisch bemerkenswerte Grabmonumente. Die erste Broschüre dieser Reihe ist im November 2007 erschienen und dem Friedhof Saint-Urbain gewidmet. In Vorbereitung befinden sich derzeit Broschüren über die Friedhöfe Saint-Gall und Saint-Louis.