Les Musées de Strasbourg
Directeur des Musées
Fabrice Hergott

Conservateur en Chef du Musée d'Art moderne et contemporain
Emmanuel Guigon

Commissaires de l'exposition
Christian Derouet , conservateur au Centre Pompidou, Paris

Thérèse Willer, conservateur du Centre Tomi Ungerer

Musée d'Art moderne et contemporain
1, place Hans Jean Arp
F-67000 Strasbourg
tél : 03 88 23 31 31

Horaires
tous les jours de 11h à 19h
le jeudi de 12h à 22h
le dimanche de 10h à 18h
Fermeture le lundi

Service communication
Marie Ollier
Gwenaëlle Serre
Cathy Letard
2, place du Château
67000 Strasbourg
Tél. +33 (0)3 88 52 50 15
Fax +33 (0)3 88 52 50 42
www.musees-strasbourg.org

Pressemitteilung

ROLAND TOPOR
Zeichnungen


18. Juni
> 5. September 2004


Museum für Moderne und Zeitgenössische Kunst - Strassburg

"Nicht einzuordnen, schonungslos, ein Tausendsassa in Sachen Kunst… ", so und anders wurde über Roland Topor geschrieben. Der Künstler wurde 1938 geboren. Er gehörte der Panique-Bewegung an und machte sich durch sein facettenreiches Künstlerisches Talent einen Namen : Topor war u.a. Zeichner, Schrifsteller, Filmemacher, Schauspieler, Theater-und Fersehregisseur.

Topors Zeichnungen waren seit seinem Tod im Jahr 1997 in keinem französischen Museum mehr zu sehen. Um diesen spezifischen Aspekt seines Schaffens zu würdigen, stellt das Strassburger Museum für Moderne und Zeitgenössische Kunst in seinem grafischen Kabinett eine Auswahl von 200 Zeichnungen aus öffentlichen und privaten Sammlungen vor.

Roland Topors satirische Zeichnungen wurden in den Zeitschriften Bizarre und Hara-Kiri veröffentlicht, seine politischen Zeichnungen in Libération ; er illustrierte zahlreiche Bücher, darunter Les Œuvres romanesques von Marcel Aymé und Pinocchio von Carlo Collodi, entwarf Film- und Theaterplakate, zeichnete für Trickfilme wie Les Escargots und La Planète Sauvage. In allen seinen grafischen Ausdrucksformen tauchen bestimmte Themen mit zuweilen ans Zxangshafte grenzender Häufigkeit immer wieder auf. Motive von Tod, Körper, Traum, Trunkenheit, Liebe, Frauen, Metamorphosen und Wandlungen bevölkern Topors ganz eigene Welt, die sich durch einen makabren, manchmal grausamen Humor auszeichnet. Schonungslos-zynisch räumt Roland Topor mit vorgefassten Meinungen auf und öfffnet dem Absurden das Tor.

Federico Fellini, für dessen Film Casanova Topor die Laterna Magica zeichnete, definierte Topors Werk folgendermassen : " Ich glaube, Topor ist der letzte Vertreter der wirklich grossen Illustratoren wie Blake und Daumier, Doré und Carlo Chiostri, die dazu im Stande sind, eine eigene Welt zu erschaffen, die sie bis ins kleinste Detail beschreiben ".

Der thematisch und chronologisch aufgebaute Ausstellungsrundgang spiegelt die ganze überraschende Vielfalt von Topors Schaffens wider, das gemeisame Grenzen mit dem Fantastischen und mit Magrittes Surrealismus hat und auch von Kubin oder selbst Bosch nicht sehr weit entfern ist.

Im Rahmenprogramm dieser Ausstellung wird am 24. Juni um 20 Uhr im Auditorium des Museums für Moderne und Zeitgenössische Kunst der Film Marquis von Roland Topor und Henri Xhonneux gezeigt sowie am 27. Juni um 17 Uhr drei Animationsfilme von Roland Topor und René Laloux : Les Temps morts, Les escargots und La Planète Sauvage.

Der gemeinsam von Hazan-Verlag und dem Verlag der Strassburger Museen herausgegebene Ausstellungskatalog umfasst Texte und Aussagen zu Roland Topors Zeichnungen sowie Reproduktionen von in der Ausstellung gezeigten Werken..