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Le projet
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Das Projekt

Im Zusammenhang mit dem Erwerb eines Meisterwerks des französischen Malers Jean Barbault (1718, Viarmes – 1762, Rom) widmet das Straßburger Museum für bildende Kunst diesem interessanten Maler eine Ausstellung, die einen möglichst umfassenden Überblick über das malerische Werk und das Umfeld des Künstlers geben will. Bekannt ist Jean Barbault vor allem für seine meisterhaft ausgeführten Phantasiefiguren und subtilen Farbgebungen sowie für die Porträts der kostümierten Bewohner der Académie de France in Rom (Maskeraden). Ferner schuf Barbault, der sich als Historienmaler verstand, auch Landschaftsbilder mit antiken Ruinen. Mit einem repräsentativen Ensemble von Malern, die sich zur gleichen Zeit wie Barbault in Rom aufhielten, darunter auch Fragonard, veranschaulicht die Ausstellung das zeitgenössische Umfeld. Alle begeisterten sich für das antike (faszinierende) und das moderne (malerische) Rom und waren vom italienischen Licht hingerissen.

2009 erwarb das Straßburger Museum für bildende Kunst (mit Unterstützung der Stadt Straßburg und des Fonds Régional d’Acquisition des Musées) Jean Barbaults Werk Berger napolitain et bufflonne quittant une grotte. Das um 1750 in Italien entstandene Gemälde gilt als Barbaults Meisterwerk und eines der schönsten Bilder der französischen (und italienischen) Malerei aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. Der Geist der Aufklärung ist im Sujet ebenso spürbar wie in seiner spirituellen Ausdeutung. Obwohl die Museen von Beauvais, Angers und Valence Jean Barbault bereits 1974/1975 eine Ausstellung widmeten, ist dieser Maler nach wie vor unzureichend bekannt.

Die Straßburger Schau und der sie begleitende Katalog geben einen vollständigen Überblick über Barbaults malerisches Werk. Der Künstler ließ sich 1747 dauerhaft in Rom nieder. Die Stadt faszinierte ihn, und er integrierte sich voll und ganz in die italienische Gesellschaft. Die Figuren seiner Gemälde tragen typisch italienische Kleider, andere Bilder zeigen die Académie-Bewohner in orientalischen Kostümen. Ferner malte Barbault auch Ruinenlandschaften. Er sah sich als umfassenden Künstler und schuf ein eigenständiges Werk.
Neben einem schönen Ensemble mit Stichen des Italieners Piranesi umfasst die Ausstellung Werke von Künstlern aus dem Kreis der Académie de France in Rom. Barbault ist ein Zeitgenosse von Jean-Honoré Fragonard und gehört der interessanten Malergeneration zwischen Boucher und David, zwischen Rokoko und Klassizismus an.

Die Schau fügt sich in das Ausstellungskonzept des Museums für bildende Kunst, das zwischen Retrospektiven (Théodore Chassériau), Schlaglichtern aus der Sammlung des Museums (Realitäten einer Welt) und thematischen Ausstellungen (L’Apothéose du geste. L’esquisse peinte en France au XVIIIe siècle) alterniert.

Kurator der Ausstellung:
Dominique Jacquot, Leiter des Museums für bildende Kunst der Stadt Straßburg