

Erstein, lieu-dit Grasweg (Bas-Rhin) : fouille d'un puits de la fin du
Néolithique, avec cuvelage en chêne (Doc. Ch. Croutsch, PAIR)
In jüngerer Zeit entwickelte sich in Frankreich als Reaktion auf die voranschreitende Zerstörung des archäologischen Erbes und die immer intensivere Landwirtschaft eine wirklich professionelle Archäologie. Dadurch haben sich die Rahmenbedingungen für die archäologische Forschung gemessen an den 1970er/80er-Jahren grundlegend verändert. An die Stelle oft notdürftiger und zufallsbedingter Rettungsgrabungen traten systematische Präventivgrabungen, die auf vertraglichen Vereinbarungen zwischen Bauträgern und Archäologen basieren. An diesem landesweiten Programm beteiligt sich das Elsass besonders aktiv; in der Region werden jedes Jahr zahlreiche Grabungen und vielfältige andere Aktivitäten durchgeführt.
Vor allem die letzten 10 Jahre brachten viele neue Erkenntnisse. Im siebten Teil der Ausstellungsreihe „Jüngste Ausgrabungsergebnisse“ wird der Öffentlichkeit nun eine Bilanz dieses neuen regionalgeschichtlichen Wissens über die vergangenen Jahrhunderte vorgelegt. Manche Entdeckungen bestätigten oder ergänzten bereits bekannte Informationen, andere brachten neue Erkenntnisse oder widerlegten bisher gültige Annahmen.
Die zeitlich sehr weit gefasste Ausstellung erstreckt sich von der Jungsteinzeit (5800 v. Chr.) über die Frühgeschichte, die gallo-römische Periode, die Merowingerzeit und das Mittelalter bis hin zur archäologischen Forschung über das erste Weltkrieg.
Eine Ausstellung der Museen der Stadt Straßburg
Roland Ries
Senator, Oberbürgermeister von Straßburg
Daniel Payot
Beigordneter für Kultur
Joëlle Pijaudier-Cabot
Direktorin der Museen der Stadt Straßurg
Kuratoren der Ausstellung:
Bernadette Schnitzler, Leiterin des Archäologischen Museums Straßburg
In Zusammenarbeit mit dem Denkmalamt (Service Régional de l’Archéologie) und den Archäologen des Institut National de Recherches Archéologiques Préventives, des Pôle d’Archéologie Interdépartemental Rhénan und Antéa Archéologie, der Universität Straßburg (Antiquités Nationales) und des Centre de recherches Archéologiques Médiévales Saverne