Illustration "Einführung"
Das Legat von Frau Ann L. Oppenheimer
Musées de la Ville de Strasbourg

Le Maître au Perroquet - Ce ravissant tableau permettra d’évoquer au musée la féconde influence de la peinture italienne classique de la Renaissance dans le foyer anversois
Meister mit dem Papagei
(wirkte im frühen 16. Jh. in Antwerpen),
Jungfrau mit Kind
Öl auf Holz 21 x 15,5 cm
Das überaus reizvolle Gemälde zeugt vom fruchtbaren Einfluss der klassischen italienischen Renaissancemalerei auf die Antwerpener Schule

Portrait des enfants de la famille Oppenheimer, 1919
Jacques Gachot (Strasbourg, 1885 - idem, 1954)
Portrait des enfants de la famille Oppenheimer, 1919
Huile sur toile 125 x 94,8 cm
Don de Miss Ann L. Oppenheimer en 1961 au Musée d’Art Moderne et Contemporain de Strasbourg


Es gibt im Leben eines Museums besonders wichtige Momente. Dazu zählt auch die Aufnahme von bedeutenden Schenkungen und Vermächtnissen.

Ab dem 3. Oktober wird das Museum für bildende Kunst elf wertvolle Gemälde in seine Sammlung aufnehmen, die der Stadt Straßburg von Frau Ann L. Oppenheimer überlassen wurden. Frau Oppenheimer war die Tochter von Julius Oppenheimer, der bis 1938 die bekannte Straßburger Lederfabrik Adler & Oppenheimer leitete.

Das Legat umfasst in der Hauptsache flämische und niederländische Werke, darunter zwei Landschaftsbilder aus dem Kreis um Jan Brueghel den Älteren und das Quentin Massys zugeschriebene Humanistenbildnis, sowie italienische Gemälde, insbesondere ein Porträt von Tintoretto. Bevor die einzelnen Werke in den Sälen ihrer jeweiligen Schulen Aufnahme finden, hat das Publikum mehrere Monate lang die Gelegenheit, sie alle zusammen in dieser Schau zu bewundern.

Das Straßburger Museum für bildende Kunst konnte in jüngerer Vergangenheit mehrmals bedeutende Schenkungen und Vermächtnisse in seine Sammlung aufnehmen, so 1997 eine Schenkung von Othon Kaufmann und François Schlageter mit italienischer Barockmalerei. 2004 überließen Herr und Frau Eisenbeth dem Museum ein nordeuropäisches Werkenensemble. Das Legat von Frau Oppenheimer – eines der bedeutendsten in der Geschichte des Museums – stellt eine weitere herausragende Bereicherung seiner Sammlung dar.

Mit dieser öffentlichen Ausstellung der elf Gemälde aus dem Oppenheimer-Nachlass möchte die Stadt Straßburg ihre tiefe Dankbarkeit für Frau Oppenheimers großzügige Geste bekunden und die Verbundenheit ihrer Familie mit der Stadt würdigen. Dieses Interesse nahm trotz der Grausamkeit und der Wechselfälle der Geschichte nie ab.

Dank des Vermächtnisses und der Ausstellung findet der Name Oppenheimer nun den ihm gebührenden Platz in der Geschichte und dem Erbe Straßburgs.


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